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Rückreise

11.05.2014

In Singapur verbrachten wir dann doch noch ein paar erholsame Tage und wir konnten uns von den Strapazen der letzten Tage  noch einigermaßen erholen. Nun war es soweit, der Tag der Rückreise ist angebrochen. Gemischte Gefühle. Ungute Gefühle. Immer wieder sortierte ich unnötige Sachen aus. Unser Gepäck für die Rückreise war einfach viel zu schwer. Ich konnte noch so oft auf einer  besorgten Waage wiegen, alles Unnötige aussortieren, wir kamen einfach nicht unter die 30 kg  Freigepäck pro Person, inklusiv Fahrrad. Ich  riskierte es dann einfach doch und hoffte, dass die Räder nicht gewogen werden. Mein Rad hatte 18 kg, Monika`s  11 kg, statt den erlaubten 10 kg pro Rad.

Am Abreisetag hatten wir dann genügend Zeit. Der Flug ging erst um 21Uhr20 abends und wir konnten dann in aller Ruhe mit den Rädern zum Flughafen fahren. Kurz vor dem Flughafengelände mussten wir allerdings auf eine Autobahnähnliche Straße. Ohne Zwischenfälle kamen wir bereits um 14 Uhr am Flughafen an und konnten die Räder und unser Gepäck flugtauglich machen. Ich umwickelte Alles mit Stretchfolie, die ich schon Tage vorher in Malaysia gekauft hatte. Um 18 Uhr konnten wir dann einchecken und Gottseidank wurden unsere Räder nicht gewogen sondern wie gehofft, mit 10 kg pro Rad berechnet.

Der Rückflug mit der Qatar AIR war angenehm. Von Singapur ging es ein Stück über Malysia und ich konnte, bereits im Dunkeln, noch die Städte, die wir mittlerweile gut kannten, Patrajaya und Kuala Lumpur, voll erleuchtet erkennen. Faszinierend war auch das Gewitter, das über den Genting Highlands tobte. Die in 3 Sekunden Takt aufleuchtenden Blitze von oben zu beobachten, ist schon phänomenal.

Nach einem achtstündigen Zwischenstopp am Flughafen in Doha ging es dann planmäßig weiter nach München.

Am Nachmittag, in München angekommen, hatten wir dann doch einige Probleme mit der Zeitumstellung von 7 Stunden. Monika musste ich nicht lange überzeugen, die letzten 150 km, mit dem Rad nach Hause zu fahren. Doch mit dem Fahrrad aus den Terminals zu kommen war  nicht ganz einfach. Als wir schon die zweite Runde in den Terminals drehten, dachte ich an die Irrfahrten in Malaysia. Unsere Flughafen-planer sind genau so unfähig, Radfahrer und Fußgänger zu berücksichtigen.

Als ich mein Glück rauszukommen bereits gegen die Fahrtrichtung versuchte, hielt uns ein Flughafenfahrzeug auf und wies mich darauf hin, dass wir verkehrt fahren. Ich antwortete ihm, ich wüsste das, aber nach meinen 2 Runden hier habe ich immer noch keinen Fahrradweg gefunden. Ich bat in höflich, mir bitte zu sagen, wie man mit den Fahrrädern,  ohne auf den nur für Autos zugelassen Straßen fahren zu müssen, herauskommen kann.

Er wurde sehr kleinlaut und musste eingestehen, mit dem Rad geht das nicht. Ich solle dann doch die nächste Straße, ein Stück gegen die Fahrtrichtung über einer Brücke fahren, dann müsste ein Radweg kommen. Ob dieser mich aber auf meine Richtung führt, konnte er nicht sicher sagen. Weit abseits vom Flughafen, fanden wir dann doch noch sehr gute Fahrradwege. Obwohl wir schönes Wetter hatten, war es mit den gewohnten extrem hohen Temperaturen nun vorbei. Wir übernachteten noch in Landshut und stellten fest, statt hohen Temperaturen gibt es hier hohe Preise.

Am 5.5.2014, bin ich  nach 14 Monaten und 20 567km, die ich durch 20 Länder auf dem Fahrrad zurückgelegt habe, wieder heil und ohne größere Probleme zu Hause angekommen. Ebenso Monika, die mich von Vietnam aus, mit 7000 km auf dem Fahrrad, bei teils brüllender Hitze, tapfer bis nach Hause begleitete.

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Singapur (Singapur)

Singapur, das 20. Land auf meiner Reise, habe ich nun am 30.04.2014, erreicht. Mit weit über 20 000 km auf meinem Fahrradkilometerzähler geht nun meine 14-monatige Tour durch Europa und Asien zu Ende.
Monika, die mich das letzte Stück begleitete, hat auch die stolze Strecke von 7 000 km mit ihrem Fahrrad zurückgelegt.
Einen Tag vor der geplanten Einreise nach Singapur, wurde es dann für uns noch einmal so richtig spannend. Wir mußten noch einmal nach Kuala Lumpur zurück.

Unseren Rückflug, aus Singapur, hatten wir bereits in Kuala Lumpur gebucht. Wir fuhren wieder an der Küste entlang über Port Dickson nach Melaka. Melaka, eine alte Hafenstadt, ist als Weltkulturerbe eingetragen. Aus den Kolonialzeiten haben Portugiesen, Holländer und Engländer ihre Spuren hinterlassen.
Dementsprechend gibt es auch Einiges zu sehen und jede Menge, vorwiegend asiatische Touristen, tummeln sich hier herum.
Der Verkehr an der Küstestraße hielt sich in Grenzen und man konnte entlang der vielen Oelpalmen relativ gut fahren.
Immer wieder sind kleine, sehr gepflegte und nette Häuser entlang der Straßen zu bewundern. Die Leute hier im Süden scheinen doch wohlhabender zu sein.

Auch die Städte Muar und Batu Pahat haben uns mit ihren alten Häuserzeilen, so um 1920 erbaut, besser gefallen als Melaka. Vor allem waren diese Städte nicht mit Touristen überlaufen.

Am Nachmittag, einen Tag bevor wir nach Singapur einreisen wollten, wurde Monika ihrer Gürteltasche beraubt. Und das während des Radfahrens. Ihr wurde von einem jugendlichen Malayen, der von hinten mit dem Moped kam, die Handtasche vom Körper gerissen.
Er wendete und weg war er. Er erwischte zwar nur umgerechnet einen Euro Bargeld aber Handy, Fotoapparat, Modeschmuck, Kreditkarte, Reisepass und Kleinigkeiten waren weg.
Nun ging das Telefonieren los. Die Kreditkarte sperren. Die Polizei rufen. Sie erstellte ein Protokoll und half uns auch weiter. Sie fuhren uns auch noch zu einem Hotel. Die deutsche Botschaft anrufen, einen Ersatzreisepass beantragen.
Das Wochenende stand vor der Tür und uns war klar, wir können frühestens Montag etwas erreichen.
Es ging uns Einiges durch denn Kopf. Schaffen wir es, rechtzeitig in Singapur zu sein? Müssen wir den Flug umbuchen? Ausserdem die Zeitverschiebung zu Deutschland. Bestätigt die Heimatstadt rechtzeitig die Passdaten? Und wir müssen wieder zurück nach Kuala Lumpur, zur Botschaft. Und dann muss noch der Einreisenachweis nachgeholt werden und das geht nur in Putrajaya.
Wir waren ganz schön gereizt und fuhren dann nächsten Tag mit unseren Rädern noch bis kurz vor die Grenze nach Singapur.
Beruhigten uns über das Wochenende und bestellten für Dienstag zu einem Festpreis ein Taxi, das uns wieder nach Kuala Lumpur und anschließend über Putrajaya, zurück bringen soll.

Am Dienstag waren wir dann auch pünktlich bei der Botschaft. Hatten nach einer guten halben Stunde den Ersatzreisepass und fuhren dann weiter nach Putrajaya.
Doch über das Emigration Departement, das nur die Einreise im Pass zu bestätigen hatte, könnte man ein eigenes Buch schreiben.
Etwa 100 Beamte auf 4 Etagen verteilt mit etwa 1000 wartenden Leuten. Man kommt zwar schnell an die Reihe, bis man allerdings bei jedem, der etwas zu sagen hat, durch ist und jeder wieder seine eigenen Kopien hat, die man zwischendurch in den verschiedenen Stockwerken besorgen muss, vergehen dann doch Stunden. Nun ja, nach 6 Stunden und kurz vor Dienstschluß hatten wir dann das Permit.

Was ich und mit Sicherheit auch die täglich wartenden Menschen über das Emigration Departement denken, schreibe ich lieber nicht.

Gleich nächsten Tag, früh morgens, verließen wir sofort Malaysia und reisten in Singapur ein.

Singapur ist schon eine Klasse für sich. Große Straßen und manchmal sogar gut ausgebaute Radwege sind vorhanden. Obwohl in den Aussenbereichen auf den Autobahnähnlichen Straßen mehr Müll rum liegt als in Malaysia, ist die Innenstadt dagegen sehr sauber.
Auch die Gehwege, Bushaltestellen, Treppen, eigentlich Alles, ist aus sehr wertigem Material und sauber verarbeitet.
Die riesigen Einkaufspaläste, die Wolkenkratzer, die Restaurants und zwischendrin auch günstige und große Garküchen bringen einem doch zum Staunen.

 

Die Petronas Twin Tower mit der Verbindungsbrücke

Malaysia (Kuala Lumpur)

16.04.2014 Kuala Lumpur
Am 01.04.14, erreichten wir Kuala Lumpur, die Hauptstadt Malaysias. KL wie sie hier genannt wird, ist eine große moderne Stadt mit vielen Hochhäusern, Hotels, Restaurants und Einkaufsmeilen sprich Kaufhäuser. Auf der Petaling Street, eine Einkaufsstraße, gibt es sogar ein Kaufhaus, in dem eine große Achterbahn integriert ist. Die Waren sind auf über 10 Etagen verteilt. Man bekommt praktisch alles zu kaufen. Auch die vielen Essensmeilen bieten kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt vornehmlich aus Südostasien. Auch die Petronas Twin Towers, die 450 m hoch sind, sollte man gesehen haben, da sie das Wahrzeichen von KL sind. Vom Fernsehturm, der KL Tower genannt wird und 420 m hoch ist, lassen sich tolle Fotos machen. In der Plattform ist ein sehr schickes Restaurant integriert, dass sich einmal in der Stunde um 360 Grad dreht. Im Petronas Twin Tower, der aus zwei, in der Nacht beleuchteten, silbern glänzenden Türmen besteht, sind in den untersten Etagen Designergeschäfte und die Philharmonie untergebracht. Ein Besuch ist auch Chinatown wert. Dort gibt es viele Händler, die Designerware als „Fakes“ anbieten. Von Taschen über Klamotten bekommt man praktisch alles. Auch Andenken, kann man dort günstig bekommen. Es darf munter gehandelt werden. Die vielen Garküchen laden zu gutem und preiswertem Essen ein. Empfehlenswert sind auch der Bird- und der Butterfly Park. Die vielen, exotischen Vögel und die bis zu 15 cm breiten und bunten Schmetterlinge sind sehr sehenswert.
Die Genting Highlands besuchten wir diesmal mit dem Taxi. Die Taxifahrten in KL sind sehr günstig.
Auf dem Weg besuchten wir die Bantu Caves. Eine Hinduistische Tempelanlage mit der 42,7 Meter hohen Statue Murugans. Die Statue ist schon vom Highway aus zu sehen. Bis zur riesigen Kathedralenhöhle führen 272 Stufen hinauf.
Die hier lebenden Affen haben keine scheu vor den Touristen. Sie ziehen schon mal und das recht flink, an der Wasserflasche, dem Fotoapparat oder der Bluse.
Auch zu den Erdbeergewächshäusern und Pilzzuchtanlagen machten wir einen Abstecher.
Beeindruckend auch die buddhistische Tempelanlage „Chin Swee Temple“, die in den Bergen zu den Genting Highlands liegt.
An einem Hang stellten hier chinesische Figuren, eindrucksvoll grausame Geschichten dar. Wie in allen Religionen, werden auch hier, die Folgen und Bestrafung von Unrecht, bildlich dargestellt.
Danach ging es auf die Bergkuppe auf 1700 m Höhe zu dem Resort hoch. Die riesige Anlage besteht aus sechs Hotels mit zusammen 10.000 Zimmern, Räumlichkeiten für Großveranstaltungen und Konferenzen, einem Spielcasino, Freizeitparks mit über 50 Fahrgeschäften, 170 Restaurants, Bars und Geschäften und sonstigen Unterhaltungsmöglichkeiten.
Die Temperaturen sind hier oben angenehm kühl zwischen 15 und 25 °.
Apropos Temperaturen, bei den brüllenden Temperaturen habe ich, Volker, den ich Silvester in Saigon kennen gelernt habe in Putrajaya besucht. Er nahm an einem Half Ironman teil. Ich fuhr frühmorgens in KL los und fuhr über die Berge zum Wettbewerb und feuerte Volker an. Ich war nach meinen 90 km und vom Zuschauen in der Hitze, total fertig. Er hingegen schaffte die 1.9 km Schwimmen, 90 km Radfahren und noch 21 km Laufen. Eine tolle Leistung, meine Gratulation. Nachher dauerte es allerdings eine gewisse Zeit, bis wir in dem überwiegend moslemischen Land, ein kühles Bier bekamen.
Nach 16 Tagen faulenzen in KL, ging es weiter Richtung Süden.
Das Radfahren in KL gestaltet sich als ziemlich schwierig. Viele Straßen sind meist Einbahnstraßen und wie Autobahnen ausgelegt. Immer wieder landet man schließlich auf Autobahnen. Die Fußgänger und Radfahrer wurden in KL komplett vergessen. Das ist ein gewaltiges Armutszeugnis, einer doch sehr schönen und modernen Stadt.
Bis wir dann endlich KL verlassen konnten und uns wieder auf normalen Straßen befanden, waren einige akrobatische Aktionen von Nöten.

 

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Malaysia (Cameron Highlands, Genting Highlands, Kuala Lumpur)

Verfasst : Monika 1.04.2014
Als wir die Stadt Ipoh erreichten, war es Samstagnachmittag aber alle Geschäfte hatten noch offen. In der Stadt selber, gab es einige schöne Moscheen. Eine Moschee, hatte direkt daneben, eine christliche Kirche. Aber es täuscht doch nicht darüber hinweg, dass die Großzahl der Bevölkerung in diesem Lande, muslimischen Glaubens ist. Wir fanden mitten in der Stadt eine Unterkunft, das Hotel Lotte. Das kleine Hotel, war relativ preiswert und 10 km von unserem Aufstieg am nächsten Tag entfernt. Direkt gegenüber unserem Hotel, gab es ein großes Kaufhaus, welches auf mehreren Etagen, auch Westware anbot. Am nächsten Tag, saßen wir dann um 7.15 Uhr schon auf unseren Rädern. Bis zu unserem Aufstieg auf 1500 m, waren es nur noch 10 km. Es ging wieder durch schöne Palmenwälder. Der Aufstieg zu den Cameron Highlands war nicht einfach. Es ging nun 52 km ständig hinauf. Der Aufstieg selber, war nicht sehr steil, doch die Temperaturen, brachten uns sehr ins Schwitzen. Auf fast der gesamten Strecke, gab es weder Essens- noch Erfrischungsstände. So blieb uns nichts anderes übrig, als unseren Kocher hervor zu holen und unsere mitgebrachte Nudelsuppe zu kochen. Am Seitenstreifen der Straße, aßen wir dann, unter Beäugung der Autofahrer, unsere Suppe. Zum Nachtisch, gab es Nescafe. Ab und an, eigentlich, doch recht oft, wurden wir von Autofahrern gegrüßt. Je höher wir kamen, desto schöner wurde die Landschaft. Immer wieder wurden wir vom lautem Gesang der Zikaden unterhalten. Mal etwas steiler, mal ein Sattelstück, ging es langsam aber kontinuierlich voran. Als wir schon fast oben waren, gab es doch noch einen Stand mit Essen. Wir zögerten nicht lange, und aßen von der heimischen Küche.

Da wir den Aufstieg zu den Highlands zeitlich recht gut schafften, hatten wir vor, auch noch die letzten 30 Kilometer bis hinauf auf 1500 m zur ersten Stadt zu fahren. Das Zelt griffbereit, suchten wir schon nach einer geeigneten Zeltstelle, bevor wir uns zur Weiterfahrt entschlossen. Auf der gesamten Strecke, gab es, wie schon erwähnt, weder Ess- noch Übernachtungsmöglichkeiten. Als wir dann endlich in dem kleinen Ort ankamen, war es schon fast dunkel. In einem unscheinbarem Hotel bekamen wir dann unsere Ünernachtungsmöglichkeit. Es hatte auch warmes Wasser und saubere Betten. Wir ruhten uns vom anstrengenden Tag aus und fuhren nächsten Tag weiter. Eigentlich, hatten wir vor, uns an zwei Tagen dort auszuruhen, jedoch da das Zimmer weder schön, noch der Ausblick toll war, beschlossen wir die Weiterfahrt. Wir dachten, wir wären oben – weit gefehlt – es ging noch steiler nach oben. Ganz oben angekommen, waren wir von der nun doch angenehm, kühlen Luft erfreut. Wenn es auch anstrengend war, durch die Berge zu fahren, wir wurden immer wieder, von der schönen Landschaft belohnt. Ganz oben auf dem höchsten Berg, gab es hunderte von Hotels. Darunter, die reinsten Bettenburgen und auch Luxushotels. Aber ein Auto nach dem anderen zog sich in einer Schlange nur so dahin, dass wir keine Lust hatten, dort oben zu bleiben. So fuhren wir dann wieder ein Stück den Berg hinunter, in der Hoffnung, noch eine nette Bleibe zu finden. Und in der Tat, gab es ein Hotel etwas abseits aber dennoch zentral gelegen. Der Preis sagte uns zwar zu, es war aber dann doch ziemlich runtergekommen

Der Aufstieg zu den Cameron Highlands auf 1600 m Höhe, war ein ganz besonderes Erlebnis. Ab 500 m sah man dichten Buschwald und die Luft wurde merklich kühler. Die Zikaden sangen millionenfach in den Bäumen. Oben um die 1300 m, sind riesige Teeanbaugebiete in den Hügeln. Die satten, grünen Flächen, die wie Hecken zugeschnitten werden, die sanft geschnittenen Hügel, eingebettet von Regenwäldern, sehen einfach gigantisch aus. Überall, wo Tee angebaut wird, gibt es auch Teestuben, wo man den hiesigen Tee probieren kann. Er schmeckt einfach köstlich. Wir fuhren durch eine zauberhafte Landschaft, wo außerdem, auch noch riesige Erdbeeranbauflächen in Treibhäusern angebaut werden. In einem Dschungelgebiet, durch was wir durchfuhren, sah man Affen hangelnd an den Bäumen turnen. In den riesigen Tropenwäldern hörte man das Geschreie der Affen. Unheimlich, die Laute und faszinierend zugleich, hallte es in dem Wald wider. Eine Faszination pur. Überall sah man tiefe, undurchdringliche Regenwälder. Kurz vor Kuala Lumpur, mußten wir noch űber die Gelting Highlands. Diese sind nicht weniger faszinierend wie die Cameron Highlands, jedoch wesentlich kleiner und nicht so hoch.
In Kuala Lumpur angekommen, konnte man sich schon von Weitem, an den Petronas Twin Towers orientieren.
Hier werden wir nun die Sehenswürdigkeiten der Stadt anschauen und bereits unsere Rückreise aus Singapur planen.
Kaum angekommen, verschont und nicht gewöhnt , machten wir hier erstmals Bekanntschaft mit richtigen Gewitterschauern.

Es wird hier überall gut und lecker gekocht

Malaysia (Alo Star, Georg Town, Ipoh)

22.03.2014 Malaysia (Ipoh)
Am 14. März, überquerten wir die Grenze bei Satun. Ein schnelles Abschiedsfoto und den Ausreisestempel in den Pass. 20 Meter weiter, dann einfach für 3 Monate Aufenthalt für Malaysia, den Einreisestempel in den Pass gestempelt. Fertig! So einfach geht das in Malaysia. Wenn ich da an die Beantragung des Visum’s, und den Aufwand bei Monika am Flughafen, für Vietnam denke, kommt man heftig an’s Überlegen. Nach ein paar Meter’n dann am Zoll vorbei und das war’s dann schon. Wir mussten, um nach Kangar, der 1. Stadt auf malaysischer Seite, erst durch einen Dschungelwald und dann, bei brütender Hitze einen steilen Pass hinauffahren. Mühsam, kamen wir voran. Diesmal, ging kein Fahren mehr, wir schoben die letzten Meter nur noch. Zum Glück, kam ein Lastwagen, der Monika bis über den Berg mitnahm. Auf der Strecke, direkt neben mir, lag eine fast drei Meter lange Schlange. Zum Glück, war sie tot. Oben gab es noch einen Waldbrand. Wegen der anhaltenden Hitze, kommt das hier gar nicht so selten vor. Wieder ging es an Wälder vorbei. An Gehöften und an kleinen Ess- und Obstständen vorbei. Aus einem Gehöft kamen wieder Hunde hinter uns her, ich dachte, bei den Moslems gäbe es keine, aber weit gefehlt. Dies, sollte die Ausnahme bleiben. Nach 20 Kilometer Wald und für Radfahrer schlechte Straße – in Thailand, waren die Straßen besser- erreichten wir die Stadt Kangar. Dort übernachteten wir in einem Home-Stay, den uns eine Studentin vermittelte. Am nächsten Morgen, radelten wir dann zur 50. Kilometer entfernten Stadt Alor Star. Alor Star, hat viele Hindu-Tempel und eine schöne Moshee.
Wenn man in Malaysia ist, fallen einem die vielen Nationalitäten auf. Besonders Inder, Chinesen, Malaysier und andere Rassen. In Malaysia, sind 57 % Moslime, der Rest  Hinduisten und auch Christen. Sowie andere Glaubensrichtungen. An der breiten Straße entlang sind wieder viele Hotels, das Rathaus und Moscheen zu bestaunen. Unser nächstes Ziel, war die Insel Penang, mit seiner Hauptstadt Georgetown. Dazu mussten wir über eine Kilometerlange Autobahnbrücke. Diese war allerdings für Radfahrer gesperrt. Aber irgendwie schafften wir es doch auf die Brücke. Das wir dort nicht fahren durften, machte uns dann die Straßenverkehrswacht klar. Bereits über der Hälfte der Brücke stoppte sie uns und lud die Räder auf den Wagen. Sie fuhren uns dann über die Brücke, luden die Räder auf der Autobahn wieder ab und wünschten uns noch eine gute Fahrt. Von dort, setzten wir unsere Fahrt nach Georgetown fort. Georgetown hat sehr viele Hochhäuser und Hotels. 60 Stockwerke sind keine Seltenheit. Viele schneeweiße Gebäude, wie das Rathaus, die Moscheen sehen sehr schön aus. Das Fort Cornwallis, dass als Festung diente, als Schutz gegen Gefahren vom Festland, wurde 1786 gegründet. Die Esplanade, wo die Fähren und Landungsbrücken sind sind ebenfalls interessant. Alles macht einen gepflegten Eindruck. Mitten im Zentrum, nahmen wir uns ein kleines Hotel. Sehr beeindruckend, waren auch die Straßenenviertel, wie Little India und Chinatown, wo sehr viele Händler und Geschäfte sind. Little India, hat mich besonders beeindruckt. Auch die vielen buddhistischen Chinesen, mit ihren Ritualien, beeindruckten mich stark. Die vielen Restaurants, meistens als Garküchen, hatten leckere Speisen. Aber der Inder, schoss den Vogel ab. Er beeindruckte mit einem raffinierten Essen. Es war Pizza zum Belegen. Als Belag gab es Minzsouce eine Chilisouce ,einen Salat und dazu eine Suppe die nach Zimt schmeckte. Sehr lecker! Nun sind wir in Ipoh, eine große Stadt. Morgen steht uns ein anstrengender Tag bevor, denn wir wollen zu den Cameron Highland’s.

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Thailand (Hua Hin; Phuket; Südthailand)

15.03.2014
Von der Stadt Chai Nat, fuhren wir mit einem Bus nach Bangkok und von dort mit einem Kleinbus weiter nach Hua Hin. Wir wollten nicht unbedingt mit den Rädern in Bangkok und Umgebung fahren.
Dazu mußten wir zwar die Räder zerlegen, da die meißten Busse hier mit Gas betrieben werden. Durch die vielen Gasflaschen sind daher die Ladeflächen relativ klein.
Wir schafften die Fahrten an einem Tag nach Hua Hin, wo wir dann vier Tage blieben.
Hua Hin ist mit Touristen überlaufen und nächsten Tag trafen wir uns hier mit meinem Freund Werner, der in Thailand einige Kilometer mit dem Fahrrad fahren will.
Unsere Route führte dann zunächst an der Ostküste weiter. An vielen einsamen, nicht überlaufenen Stränden vorbei. Teilweise, kamen wir durch riesige Wälder. Kokosnuss- Palmöl- und Kautschukbaumwälder lösten sich ab. Sie spendeten uns bei der großen Hitze einen willkommenen Schatten.
Die Fahrt ging dann weiter zur Grenze nach Miamar und dort entlang zur Westküste von Thailand. An der Küste bei Khao Lak, die durch die Tsunami-Katastrophen traurige Berühmtheit bekam, machten wir einige Tage Pause. Von dort machte ich Radtouren ohne Gepäck, um die Insel Phuket zu erkunden.
Weiter ging unsere Route durch eine noch sehr interessante Landschaft. Immer wieder schlängelte sich die Straße an zahlreichen, bis oben bewaldeten Karstberge vorbei. Im Süden von Thailand sind überwiegend Moslems anzutreffen und wir werden überall freundlich begrüßt. Bei Satun, überquerten wir problemlos die Grenze zu Malaysia.

Fazit Thailand:
Überwiegend, freundliche und nette Menschen mit guter thailändischer Küche. Der Verkehr ist relativ wenig und die Thai’s fahren sehr rücksichtsvoll. Die Straßen sind breit und gut, besonders durch die großzügigen Seitenstreifen mit dem Fahrrad schön zu fahren. Die Tempelanlagen, besonders im Norden sind was Besonderes. Ebenso die vielen zahlreichen Strände, abseits vom Tourismus.
Obwohl jede Menge Mülltonnen herumstehen, so scheint es, können viele Thai’s damit nichts anfangen.
Da in Thailand, selbst die Jugendlichen mit den Rollern fahren, sind die Hunde hier besonders interessiert an den seltenen Radfahrern. Sehr oft musste ich in ganz Thailand, immer wieder anhalten und den Hunden mit meinem Stock klarmachen, wer hier der Stärkere ist.

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Thailand (Bangkok, Chiang Rai, Chiang Mai)

Thailand 11.02.2014

Von Cambodia kommend, fuhren wir erst einmal die Küste entlang, bis Trat. In Trat blieben wir einen Tag und Holger beendet hier seine erste große Radtour. Durch die Industriegegend vonTrat nach Bangkok, fuhren wir mit einem Bus. Um weiter mit dem Bus nach Nordenthailand zu kommen, mussten wir jedoch nochmal 15 km mit dem Fahrrad durch Bangkok zum Nordbahnhof fahren. Die noch andauernden Demos gegen die amtierende Politikerin, mußten auch wir mit dem Fahrrad, umfahren. Der Nordbahnhof, ist ein gewaltiger Bahnhof. So manches Flughafen Terminel ist wesentlich kleiner. Wir bekamen noch am gleichen Tag ein Ticket nach Chiang Rai. Ein toller Fernbus mit großzügigen Sitzen und Toilette an Bord, brachte uns in elf Stunden mit einem Zwischstopp in einem ebenfalls großen Bahnhof, nach Chiang Rai. Um 6 Uhr Morgens waren wir schließlich am Ziel.
Wir staunten nicht schlecht, rundum ein toller Service, ein Begleiter an Bord,  Getränke und Kleinigkeiten zum Essen. Denkt man da als Deutscher an die Deutsche Bundesbahn, muss man sich über den schlechten Service, das mangelnde Angebot und die vergleichsweise horenden Preise, zu tiefst schämen.
Chiang Rai wie auch Chiang Mai sind doch sehr frequentierte Toristenorte. Aus aller Welt sind hier Touristen anzutreffen, die die zahlreichen und schönen Tempel und auch die vielen umliegenden Nationalparks besuchen. Auch in den zahlreichen Lokalen, wird so manche Nacht durch gefeiert.
Eigentlich in Asien nicht üblich, sind mir hier sehr viele, unübersehbar, wohlgenährte Thais aufgefallen. Ich frag mich immer wieder, verschmähen sie ihre eigene, sehr gute und pikante thailändische Küche mit dem vielfältigen Gemüse-Angeboten. Vielleicht suchen sie auch zu selten die zahlreichen, auf den Gipfeln liegenden Tempel auf.

Nach 17000 km ist nun mein erster Fahrradmantel defekt. Der Schwalbe Marathon plus, hat nur ein einziges mal, ein Drahtstück von einem Lkw Reifen durchgelassen. Nun kam endlich der mitgeführte Schwalbe-Faltreifen zum Einsatz. Eine absolute, tolle Leistung des Reifens.
Besonders angenehm und nicht mehr gewohnt, ist auch das ruhige und stressfreie fahren, hier in Thailand.

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Kambodscha

In fünf Tagen radelten wir 443 km, durch den Süden Kambodschas.  Holger, den wir in Saigon kennen gelernt haben, begleitete uns kurzentschlossen mit seinem Fahrrad durch Kambodscha nach Thailand und machte mit uns seine erste mehrtägige Tour.  Während er die ersten Tage noch respektvoll die Berge hoch schob, steigerte er seine Leistung gewaltig und ließ es sich nicht mehr nehmen, auch die großen Berge hoch zu radeln.  Relativ schnell und unkompliziert bekamen wir im Gegensatz zu Vietnam, hier an der Grenze eine  einmonatige Aufenthaltsgenehmigung. Obwohl das Land als ärmer wie Vietnam gilt, ist es doch in vielen Bereichen reicher.  Sofort fällt auf, das hier wesentlich mehr Vögel zwitschern und fliegen als in Vietnam. Auch zahlreiche Hunde sind wieder zu sehen. Die Landschaft und die netten Hütten wirken aufgeräumter und es liegt weniger Müll herum. Auf den gut ausgebauten Straßen herrscht wenig Verkehr und man fährt ohne mit der Hupe belästigt zu werden endlich wieder einmal stressfrei Rad.  Die Küche ist vielfältig und in jedem etwas größeren Ort findet man Supermärkte und Restaurants.  Bei dem zweitägigem Weg durch den Nationalpark schonte sich Monika, die immer noch mit einer Erkältung zu kämpfen hatte. Sie fuhr mit dem Bus voraus.  Die Fahrt durch den südlichen Teil war richtig toll und erholsam und wir konnten ohne Probleme nach Thailand einreisen.

 

Fazit Vietnam

In den zwei einhalb Monaten in Vietnam und den zurück gelegten 3168 km, habe ich doch einige Eindrücke gewonnen. Die nördliche Region hat mir nicht so gut gefallen. Der Himmel war meist bedeckt, so dass das Meer grau statt blau wirkte. Auch die Gegend um Hanoi herum kann man bis auf den Reisanbau nicht als schön betrachten. Was mir gut gefiel, war die alte Kaiserstadt Hue mit schönen Pagoden und Tempelanlagen. Der Süden sticht mit seinen tropischen Temperaturen hervor. Es gab einige, auch durchaus schöne und saubere Strände mit teuren Hotelanlagen. Am besten gefallen hat mir das Kaffeeanbaugebiet bei Da Lat, das Mekong-Delta mit seinen vielen Kanälen und die Insel Phu Quoc, auf der die schönsten Strände sind. Die Leute waren meistens nett, jedoch nicht immer ganz ehrlich. Die Preise werden oft utopisch hoch angesetzt, und das ständige Handeln kann mit unter auch lästig werden. Auch fiel mir auf, dass nur sehr wenige ein so gutes Englisch sprachen, dass man sie verstehen konnte. Aber viele vietnamesische Kinder begrüßten uns sehr herzlich und einige liefen vom Garten an die Straße um uns selbstgepflückte Blumen zu schenken. Allerdings konnte, dass ständige „Hallo-Rufen“ auch nerven. Auch was die Sauberkeit betraf, war es nicht immer die reine Freude. Der Müll wird einfach auf die Straße gekippt oder hinter’s Haus entsorgt. Abfallkörbe sucht man vergebends. Auch die gewaltige Überbevölkerung an Roller- und Mopedfahrer, nervte ständig. In den Großstädten wie Hanoi oder Saigon kommt man fast nicht mehr über die Straße so dicht war der Verkehr. Dementsprechend schlecht war auch die Luft von den Abgasen der zig Millionen Rollerfahrern. Das Verkehrsverhalten ist sehr gewöhnungsbedürftig und schwierig zu beschreiben. Im wesentlichen gilt, der andere hat auszuweichen und das wird ständig mit der Hupe bekräftigt. In etwa vergleichbar mit einem Ameisenvolk, dass sich aber doch auch ohne Hupe, geordneter auf ihren Straßen verhält. Es wird grundsätzlich in die Straßen eingebogen ohne zu schauen. Sonderbarerweise weichen auch die Heranfahrenden immer aus. Auch das Abbiegen in eine Seitenstraße wird grundsätzlich knapp vor einem und nicht hinter einem gemacht. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als abzubremsen. Auch wird grundsätzlich da überholt, wo gerade Platz ist und auf die auch noch Entgegenkommenden ist besonders zu achten. Auf der Hauptverkehrsstraße fielen auch noch besonders die Busse und LKW’s negativ auf, deren Fahrer sich wie Rowdys benahmen. Ständig wurde gehupt, manchmal so laut, dass man für einige Zeit nichts hören konnte. Eine tolle Errungenschaft der Vietnamesen, daß ihre Kraftfahrer mit weit überhöhten Geschwindigkeiten, hupend, Tag und Nacht durch die kleinen Städte und Orte rasen. Auf den Märkten wird eine Vielzahl an Gemüse, Obst und allem erdenklichen Getier, dass kriecht, schwimmt, fliegt oder läuft, angeboten. Die vielen Garküchen, luden aber nicht gerade zum Essen ein, da sie, wenn überhaupt, nur ausnamslos vietnamesische Küche anboten. Von den Ministühlen einmal abgesehen, mußte man etwas zeitig zum Essen gehen, denn später lagen unter den Tischen zerknüllte Papierservietten und alles, was von den Tieren noch so übrig blieb. Alles in allem kein schöner Anblick. In den Großstädten sind zwar schicke und teure Hotel’s und Geschäfte zu finden, doch gut sortierte Apotheken und Supermärkte, wie man sie selbst im ärmeren Kambodscha in jedem größeren Ort findet, sucht man hier vergebens. Schade eigentlich, dass ein doch so schönes Land mit den vielen netten Menschen, politisch doch so führungslos auf der Stelle treten. Auch die vielen geschmacklosen Staatsbauten täuschen nicht darüber hinweg, über das totale Versagen, in der Verkehrs-, Bildungs- und Umweltpolitik der Regierenden.

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Phu Quoc (Vietnam)

23.01.2014 Phu Quoc (Vietnam)
Die Insel Phu Quoc, die südlichste Insel Vietnam’s, ist vom Festland per Boot in eier guten Stunde, oder über den internationalen Flughafen, zu erreichen. Eine kleine Insel, die 48 km lang und 28 km breit ist. Auf der Westseite, bei der Long Beach, sind die meisten Hotel- und Bungalowanlagen. Schöne Sandstrände mit fast weißem Sand und türkisfarbenem Meer. Das Wasser ist warm und das Meer lädt jederzeit zum Baden ein. Die Strände sind noch nicht überlaufen. Bis auf die Hauptstraße von Nord nach Süd, sind die meisten Straßen und Wege noch nicht asphaltiert. Im Gegensatz zum Festland, ist hier kaum Verkehr und das Land ist nicht zersiedet. Auf den roten Staubpisten lässt es sich dennoch gut fahren.
Auf der Insel befinden sich Pfeffer- und Perlfarmen. Ein Ort des Schreckens ist das Kokosnuss-Gefängnis, wo viele Inhaftierte misshandelt wurden. Der Norden der Insel ist tief bewaldet und auf der Insel sind fast 600 m hohe, bewaldete Berge. Alles in Allem, eine schöne, sehenswerte Insel zum Ausruhen, Baden und ideal zum Radfahren.