Archiv für den Monat: Juli 2013

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Usbekistan (Buxoro)

26 Juli 2013

von den 450 km, von Xiva bis zur nächsten Stadt Buxoro, habe ich wieder gut 350 km durch eine Steppenlandschaft zurückgelegt. Es galt die Strecke in drei Tagen zu Überbrücken. Denn nur in den Großstädten, führen die Hotels eine Registrierung durch. Alle drei Tage in Usbekistan registrieren zu lassen, ist nervig und kann einem ganz schön ins Schwitzen bringen, falls man zwei Tage, wie ich, Gegenwind hat. Nun trotz allem, vor Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang geradelt, habe ich es rechtzeitig geschafft. Nun werde ich mich in der sehenswerten „Historischen Stadt“, zwei Tage ausruhen.

Buxoro, im deutschen Sprachraum Buchara, ist eine der bedeutensten Städte Usbekistans. Die Altstadt Buxoros, mit ihren Baukunstwerken, darunter zahlreiche Moscheen und Madäris, wird von der Unesco seit 1993 zum Weltkulturerbe gezählt. Nun gilt es, in zwei Tagen einige der Kunstwerke zu besichtigen. Untergebracht bin ich in einem schönen B&B Hotel, eines der Kunstwerke, in einem Zimmer aus dem Jahre 1890.

 

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Usbekistan ( Xiva )

22 Juli 2013

Geschichtlich kam der Stadt durch ihre Lage am Verbindungsweg zwischen Indien und Europa stets eine strategische Bedeutung zu. Xiva liegt am Rande der Wüste. Es ist eine große Stadt mit einer bedeutenden Freitagsmoschee.Sehenswert sind die zahlreichen Baudenkmäler aus der glanzvollen Vergangenheit der Stadt, besonders der Palast Tasch-Hauli, ein Meisterwerk der orientalischen Architektur. Das Minarett Kalta Minor wurde 1852 errichtet und sollte einmal mit über 70 m das höchste der islamischen Welt werden, kam aber über die Höhe von 26 m nicht hinaus.
Die Altstadt  gehört zum Weltkulturerbe.

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Usbekistan (von Kasachstan nach Xiva)

22 Juli 2013

Nach langer Wartezeit bei der Abfertigung an der Grenze nach Usbekistan, erreichte ich nach vier Kilometer, einige Häuser. Die Sonne ging bereits unter und ich fragte an einem der Häuser, ob ich hier mein Zelt aufbauen darf. Mir wurde aber angeboten, auf einer Plattform vor dem Haus zu nächtigen.
Als ich mit meinem Benzinkocher ,dass Abendessen und Tee zubereitete, wurde ich von den Bewohnern mit Fragen nur so bombardiert.
Ich hatte noch 100 € getauscht, und zu meinem Schreck, vier Bündel 500- und 1000 SUM Scheine bekommen.
Für einen Euro bekam ich 2900 SUM. Ich hatte nun ein Problem, wo ich die Bündel noch verstauen soll.
Später erst, zählte ich in aller Ruhe die 380 Scheine, die exakt stimmten, nach.
Nun in Usbekistan angekommen heisst es, sich alle drei Tage zu registrieren. Dieses übernehmen größere Hotels.
Ein Tag hatte ich bereits vergeudet, da ich am Abend eingereist bin.
Nun ging es durch eine endlos wirkende Steppe. Soweit das Auge reicht, eine gerade, einigermassen guteAsphalt-Straße. Soweit das Auge reicht, nach allen Seiten hin, eine total flache Landschaft mit Sand und verdorrtem Grasbüscheln.
Der Verkehr ist äusserst gering. In der Stunde, fahren vielleicht zwei bis drei Fahrzeuge vorbei. Einige Exenhuschten über die Straße und falls einmal ein Kamel am Wegrand steht, wünscht man ihm einen guten Tag.
Nun heisst es zügig fahren und nur durch die Nase schnaufen, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. 20 Liter müssen bis zur 165 km entfernte Versorungsstelle reichen..
Diese geschafft, Wasser getankt, geht das gleiche Spiel, am nächsten Tag weiter. Aber nur noch 110 km zur nächsten Ortschaft, beziehungsweise 130 km zur Versorgungsstelle.
Bei der zweiten Versorgungsstelle, einem guten Restaurant, hat man es sozusagen geschafft. Zur Stadt Nukus sind es dann noch 141 km und dazwischen sind Versorgungsmöglichkeiten.
In der Stadt Nukus bekam ich die erste Registrierungskarte vom Hotel. Dort traf ich Peter, einen Radreisenden aus England. Er kam von Xiva, und wir tauschten gegenseitig, die Besonderheiten, der vor uns zurückgelegten Strecken aus.
Von Nuktus nach Xiva, 176 km, brauchten ich einen Tag. Dieses Gebiet ist von einem Fluss und vielen Kanälen durchzogen. Man hat wieder sehr viel grün, landwirtschaftlich genutzte Flächen und ist mit vielen kleinen Dörfer dicht besiedelt. Auffallend,sind die vielen großen Baumwollfelder, die bewässert werden.
In Xiva legte ich nun einen Tag Ruhepause ein. In den acht Tagen von Aktau nach Xiva, hatte ich 975 km mit dem Rad und 233 km mit dem LKW, durch die Wüste zurückgelegt.

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Kachsachstan (durch die Steppe von Kasachstan)

22-07-2013
Erst jetzt, nach acht Tagen, habe ich endlich einen ordentlichen Internet-Zugang und die nötige Zeit, etwas ausführlicher zu berichten.
Nach der Übernachtung in Aktau, wurde es 10 Uhr, bevor wir die Fahrt durch die Steppe nach Bejneu begannen. Kurz ausserhalb der Stadt, liefen uns die ersten Kamele über den Weg und die Steppe begann. Eine bemerkenswerte Landschaft. In den sandigen Weiten machten uns immer wieder Anstiege und Abfahrten von 50 bis 100 m, bei der enormen Hitze zu schaffen. Teilweise,gingen die Täler bis  einhundert Meter, unter den Meeresspiegel, mit ausgetrocknete Salz Seen. Wir schafften den ersten Tag, bis Sonnenuntergang, noch 151km. Bereits bei Sonnenaufgang ging es weiter bis zu einer 15 km entfernten Stadt. Dort versuchte ich, an dem einzigen Geldautomaten, vergeblich, Geld zu bekommen. An einem Magazin, frühstückten wir und füllten unsere Wasserflaschen.
Kurz nach der Stadt, ging die holprige Asphaltstraße in eine Piste über. Die festgefahrene Piste war dermaßen holprig, dass wir nur mit 5-10 km/h voran kamen. Man suchte sich außerdem, immer einen, von den zahlreichen Wegen, der uns am Besten erschien.
Der Wind blies uns, bei über 40°, den Staub in das Gesicht. Wir kamen zwar trotz des Gegenwindes gut voran, doch
innerhalb von vier Tagen, in Bejneu, zur Registrierung zu sein wird knapp.
Deshalb entschlossen wir uns, in der nächsten Ortschaft, einige km seitlich der Piste, zu einem Bahnhof zu fahren. Die Bahnstrecke verlief etwa 5-10 km seitlich der Piste.
Dort schien alles zu klappen, wir kamen gerade recht, und laut Bahnwärter, konnten wir das Ticket im Zug lösen.
Doch die unfreundliche Schaffnerin, verkaufte uns kein Ticket, wir sollen weiter zum 50km entfernten Bahnhof fahren und dort ein Ticket lösen. Der Zug fuhr also ohne uns weiter.
Zum Trost, wurde uns von einem Dorfbewohner angeboten, bei ihm zu Duschen. In voller Frische, schwangen wir uns wieder aufs Rad und fuhren bis kurz vor Sonnenuntergang. Wir hatten am Bahnhof viel Zeit verloren und schafften am zweiten Tag deshalb nur 99 km.
Als wir nach einem Zeltplatz Ausschau hielten, hielt ein kasachischer LKW-Fahrer mit seinem Sattelzug an.
Er fragte, ob alles in Ordnung sei und bot uns an, mit seinem leeren Zug mitzufahren.
Kurzentschlossen stimmten wir zu, und fuhren noch 42 km bis zur Raststation mit.
Wir konnten im Sattelzug, hinten, bei den Rädern schlafen, und bei Sonnenaufgang am nächsten Tag, weiter mitzufahren. Um 8 Uhr früh, ging nun die Fahrt mit dem LKW, mit 10-20 km/h, bis 18 Uhr weiter. Wir machten noch auf der einzigen Station, bis nach Bejneu, Mittagpause. Kurz vor Bejneu, an einem Fluß,  nutzten wir die Gelegenheit, sich zu erfrischen. Allerdings der Fluß führte Salzwasser.  Der LKW wurde noch bevor es zur Stadt ging, gereinigt.
In Bejneu angekommen, luden wir unsere Räder und Taschen ab. Der LKW hatte einen, nicht staubdichten Planenaufbau. Als wir unsere Räder und Taschen sahen, erkannten wir sie kaum wieder. Alles war voller Staub und ich war mir nicht mehr sicher, ob Radfahren nicht doch angenehmer gewesen wäre. Das stundenlange  herumrütteln  im LKW, war nicht angenehm.
Doch die Zeit drängte, denn am nächsten Tag, läuft unser Frist zur Registrierung ab und wir hatten mit dem LKW doch einen Tag wett gemacht.
Nun, der nächste Weg zu Emigrations Police. Die Überraschung war perfekt, diese ist für Touristen nicht befugt, eine
Registrierung durchzuführen. Nach langem hin und her, stand fest, ich radle nächsten Tag, zur 90 km entfernten Grenze und verlasse dann innerhalb der fünf Tage, Kasachstan.
Bakie, hatte leider diese Option nicht, denn sein Usbekistan-Visa ist erst in 14 Tagen gültig.
Er fuhr stattdessen, per Anhalter, in eine 200 km entfernte Stadt, zum Registrieren.
Diesen Streß, mit der Police, hatte ein netter kasachischer Einwohner von Bejneu, der gut Englisch sprach und uns dolmetschte, mitbekommen.
Er lud uns zu sich und seiner Familie zum Essen ein. Es wurde für uns noch ein netter Abend. Wir konnten im Vorhof übernachten und durften auch noch sein Internet benutzen. Es war bereits Mitternacht und ich  setzte noch schnell einen kurzen Bericht ab.
Ohne mich richtig ausruhen zu können, startete ich nächsten Tag, zeitig, nach der Einladung zum Frühstück, nach Usbekistan.
Wieder durch eine Steppenlandschaft, aber diesmal mit einer Asphalt Straße, die eher einem Kopfsteinpflaster glich.
Nach böigem Seitenwind, der viele Staubwolken vor sich her wehte, erreichte ich abends die Grenze. Der Grenzübertritt verlief nach längerer Wartezeit problemlos.

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Kasachstan ( von Aktau nach Bejneu)

16 Juli Bejneu 2013

Momentan bin ich mit Bakie, einen holländischen Radfahrer, den ich in Baku an der Fähre getroffen habe nach Bejneu geradelt. Sebastian hat es vorgezogen, bis Bejneu mit dem Zug zu fahren. Die Strecke war bis jetzt, die härteste auf dieser Tour. Von den 470 km waren nur 160 km schlechter Asphalt. Der Rest eine unglaublich schlechte Straße. Die wenigen LKW fuhren zwischen 10 und 20 km/h. Immerhin doppelt so schnell wie wir. Bei annähern 40° C, hatten ich teilweise 20 l Wasser mit. Morgen geht es nach Usbekistan, da ich,wie fälschlicherweise in Aktau mitgeteilt, in dieser Stadt keinen Stempel von der Emigrationsbehörde bekomme, der innerhalb 5 Tage Aufenthalt erforderlich ist.

 

 

 

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Kaspische Meer, von Baku nach Aktau

13-07-13
Am Dienstag, den 9.7.13, bereits um 4 Uhr morgens, mit Gegenwind nach Baku geradelt. Anschließend wegen falscher Konsulatsadresse, kreuz und quer durch ganz Baku unterwegs. Endlich mit dem letzten Visa im Pass, um 18 Uhr, im Hostel in Baku angekommen, in dem wir reserviert hatten, hieß es: Für heute ist nichts mehr frei.
Sie haben aber in einem Hotel nebenan, noch günstig ein Zimmer. Wir mussten es wohl oder übel akzeptieren. Nach dem langen Tag, gingen wir nach dem Essen, völlig geschafft, zeitig ins Bett.
Am nächsten Morgen, gerade mit dem Frühstücken und Packen fertig, hieß es, die Fähre nach Aktau, geht heute noch. In einer Stunde sollen wir am Hafen sein.
Wir hatten keine Zeit, die relativ teuere, und mit der überzogenen, prunkvollen Gebäude in Ruhe zu besichtigen.
Aber soviel erkannte ich, hier fließt, ein großer Teil der Öleinnahmen von Aserbayschan hin.
Es gibt keinen regulären Fährbetrieb zwischen Baku und Aktau, man kann aber mit einem Frachtschiff übersetzen, dass einmal in der Woche, unregelmäßig fährt. Wir nutzten die Gelegenheit und fuhren zum Hafen. In einem unscheinbaren Büro hieß es dann, die Plätze seien ausgebucht. Dann wiederum sind doch noch drei Plätze frei. Wir sollen um 15 Uhr wiederkommen und können dann die Tickets kaufen. Da es bereits Mittag war, warteten wir in der Nähe des Büros und kauften in einem unscheinbaren Geschäft nebenan, Lebensmittel ein.
Nach und Nach kamen noch weitere Radreisende angetrudelt. Mittlerweile, sind neben Sebastian, Peter und mir, noch drei Belgier, ein Holländer und ein Franzose hinzugekommen.
Alle bekamen wir dann doch um 3 Uhr, unser Ticket (für 90 Manat, etwa 90 €).
Einen Kilometer weiter, vor der Anlegestelle ging nun das große Warten los.
Nach der Passkontrolle und dem Ausreisestempel, konnten wir, bereits am Abend auf das Schiff. Wir befestigten unsere Räder an den Seitenwänden im Frachtraum.

Anschließend, wurden 48 Güterwaggons mit Öl, im Schiff, auf Schienen, in zwei Decks verteilt und gesichert.
Es wurde Mitternacht, bis wir auslaufen konnten. Die Überfahrt, über das Kaspische Meer nach Aktau dauerte nun gut 20 Stunden. Um 20 Uhr, konnten wir dann endlich Aktau sehen.
Als wir vor Anker gingen, wurde unsere Hoffnung, noch am selben Abend an Land zu gehen, zerschlagen.
Bevor wir nun im Hafen von Aktau einliefen, hatten wir nun drei Tage Zeit, in 8 km Entfernung, die Stadt in Kasachstan zu betrachten.
Schlafen konnten wir in relativ geräumigen 4-Mann- Kabinen. Die Verpflegung an Bord, einmal am Tag, war sehr überschaubar. Und doch schonte sie etwas unsere Vorräte, die langsam zur Neige gingen.
Es ist jedem zu raten, genügend Verpflegung für mehrere Tage mitzunehmen.
Um 16 Uhr, konnten wir endlich von Bord gehen. Nach der Passkontrolle, gingen wir alle erst einmal am Strand von Aktau, im
Kaspischen Meer Baden und anschließend Essen.

Aserbaijan

09 Juli 2013  Baku 

Das Visa für Aserbaischan, hier in Tiflis  zu bekommen, bereitete uns doch einige Schwierigkeiten. Schon vor der Antragsstelle, wurden wir abgewiesen und direkt an eine Agentur, die Einladungen für Aserbaischan besorgt, verwiesen.
Deutsche Staatsbürger brauchen zwar, laut Auskunft des“ Auswertigen Amtes“ keine Einladung, aber weiterhelfen konnten sie uns auch nicht. Wir hatten den Eindruck, hier wird man abgezockt, und entschlossen uns, das Visa in Batumi zu beantragen. Dort ist keine Einladung nötig..
Wir investierten dafür, eine Fahrt mit dem Nachtzug nach Batumi. Bevor wir in das Konsulat gingen, ließen wir uns es nicht nehmen, noch im“Schwarzen Meer“, zu baden. Das Visa hier zu bekommen, ging reibungslos und am nächsten Tag, konnten wir mit dem Bus wieder zurück nach Tiflis fahren.
Am Mittwoch den 3. Juli, konnten dann Peter, der auf uns wartete, Sebastian und ich nach Aserbaidschan weiterfahren.
Peter mit Anja, die sich uns angeschlossen hatten, sind bereits einen Tag früher gestartet.
Nach Tiflis wurde die Landschaft zunehmend trockener. Nach 60 km erreichten wir die Grenze.
Der Grenzübertritt nach Aserbaidschan verlief reibungslos. Um Zeit aufzuholen, nahmen wir die flachere Strecke, die  E60 entlang bis zum “ Kaspischen Meer“, von dort die M2 bis Baku. Am Anfang kamen wir mit Rückenwind gut voran, doch die letzten Tage drehte der Wind. Dichter Verkehr und Temperaturen bis an die 38°, machte die Fahrt zunehmend schwieriger. Am fünften Tag, bereits um 4 Uhr, bei noch kühlen Temperaturen von 27° gestartet, erreichten wir dann Mittag Baku. Noch am gleichen Tag besorgten wir uns das Visa für Usbekistan.
Die ursprüngliche Route über den Iran zu fahren, haben wir mittlerweile aufgegeben. Ein  Application- Free- Payment, dass für ein Iran-Visaerforderlich ist, hatten wir bereits vor zwei Monaten beantragt und bezahlt, aber bis heute nicht erhalten.
Nun haben wir uns für Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan und China dieVisen besorgt.
Die Bilder weden nachgetragen, in einer Stunde soll ein Schiff über das Kaspische Meer, nach Aktau fahren.