Archiv für den Monat: August 2013

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Tadjikistan (Khorog)

24-08-2013

Von Dushanbe fuhren wir nun Richtung Osten zur M41 In die bergige Gegend von Tajikistan. Die M41 ist zwar als Fernstraße eingezeichnet, aber mit unseren Straßen absolut nicht zu vergleichen. In den Höhenlagen sind nur teilweise geteert kurze Stellen, oder ansatzweise Teer zu erkennen. Dementsprechend holprig ist die Straße. An den vielen steil und tief abfallenden Schluchten ist sie weder breit, noch gesichert. Die sich durchkämpfenden LKW’s sind meist vom gleichen Type und in China gefertigt. Sie sind sehr robust und speziell für solch schlechte Straßen ausgelegt. So mancher Pkw bleibt mit aufgerissener Ölwanne auf der Strecke.

Vor Kalaikhum hatten wir unseren ersten größeren Pass, der bis auf 3250 m reichte. Wegen der eventuell noch vorhandenen Minen, unterließ ich es, auf den 50m höheren Gipfel zu steigen um die bessere Aussicht zu genießen. Vor einem Jahr hatte es hier noch einen Minenunfall gegeben. In einer sehr schönen Landschaft ging es nun wieder den Pass hinunter in die 2000 m tiefer liegende Stadt, Kalaikhum.

Kurz vor Kalaikhum wussten wir, warum in den letzten Tagen so wenig Verkehr auf der Straße war.

Eine Brücke über den reißenden Bergbach stürzte bei der Last eines LKW ein.

Wir transportierten dann teils bis zur Hüfte im Wasser, einzeln, unser Gepäck und Fahrrad, zum anderen Ufer. Nach dieser aufwendigen Aktion, erreichten wir am fünften Tag Kalaikhum, die Grenzstadt zu Afghanistan. Dort übernachteten wir in einem Hostel.

Am nächsten Tag fuhr ich mit Andrea und Markus aus der Schweiz und Sultan aus Rumänien, zur nächsten Stadt Khorog, die wir am dritten Tag, mittags erreichten.

Die Strecke führt an einem Fluss entlang, der Tatjikistan und Afghanistan trennt. Immer wieder sind zahlreiche kleine Dörfer, an kleinen Bergbächen gelegen, auf beiden Seiten, anzutreffen. Meistens sind sie schon von weitem, am Grün, in der kargen Landschaf erkennbar.

Nach vier Tagen Aufenthalt hier in Khorog bei 2000 m Höhe, werden wir nun über den Pamir Highway, nach Kirgistan fahren.

Tajikistan (Dushanbe)

12-08-2013
Immer noch in Dushanbe! Eigentlich wollten wir hier nur kurz bleiben und unsere Pässe abholen. Doch inzwischen bin ich schon, auf der suche nach einem Zahnarzt, einige Stadtviertel der Großstadt mit dem Rad abgefahren. Ich fand zwei Zahnärzte, doch am Sonntag  hatten auch sie geschlossen. Gleich am Montag früh, suchte ich die Zahnarztpraxis, Eurodent-tj, in der Rudaki Straße 135, auf.

Beim Essen, löste sich an einem Stockzahn ein Inlay. Dieses wollte ich nun hier in der Hauptstadt noch in Ordnung bringen lassen.
Wider erwarten, fand ich eine sehr modern eingerichtete große Praxis vor. Zwei Ärzte sprachen  zusätzlich deutsch, und der Chef hatte zwei Jahre in Deutschland studiert.
Da mein Inlay der Größe nach nicht mehr paßte, suchte ich mir von den drei vorgeschlagenen Materialien das Wertigste aus. Nach einer Stunde im Zahnarztsessel war mein Zahn wieder komplett.
Als ich nach der Rechnung fragte, sagte der Chef, ich soll mich erst einmal setzen.
Ich dachte, nah hoffentlich habe ich überhaupt soviel Bargeld einstecken.
Außerdem bekam ich noch ein eigenes, steril verpacktes, Bohrerset überreicht. Als Prophylaxe hier so üblich, um ansteckende Krankheiten vorzubeugen.
Nun kam der Chef, fragte mich noch über meine Radtour aus, und sagte dann, ich bekomme keine Rechnung.
Ich bin sein Gast in Tajikistan und brauche nichts zu bezahlen.
Total überrascht und fast sprachlos, bedankte ich mich herzlichst für die gute und schnelle Behandlung.
Nun hoffen wir, falls sich Sebastian wieder etwas von den Toiletten entfernen kann, am Dienstag weiter fahren zu können.

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Usbekistan – Tajikistan (von Samarkand nach Dushanbe)

10 August 2013

nach sechs Tagen in Samarkand, bin ich wieder froh, auf dem Rad zu sitzen. Nun fahren wir wieder zu zweit. Erst einmal durch Samarkand, auf sehr schlechten, holprigen Straßen, ging es nun stetig bergauf, bis wir den ersten Pass von 1550 m erreicht haben. Oben angekommen, gab es von den umliegenden Bauern, an zahlreichen Ständen, Trockenobst und Tee zu kaufen. Ich deckte mich reichlich mit dem hervoragenden Obst ein. Die nächsten fünf Tage, fuhren wir durch ein abwechslungsreiches bergiges Gebiet. Immer wieder entlang der Straße, sind in der sehr trockenen Gegend zahlreiche kleine Dörfer zu sehen. Am vierten Tag, erreichten wir eine Tiefebene, in der durch die Bewässerung, ein üppiges Grün, mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit anzutreffen ist.

Am fünften Tag, erreichten wir die Grenze zu Tajikistan. Eine sehr heruntergekommene Anlage. Noch auf usbekischer Seite, wurden wir genauestens kontrolliert. Unsere Taschen, mußten durch das Röntgenband und unsere Fotoapparate und Laptops wurden auf nicht erlaubte Bilder überprüft. Schließlich liess man uns passieren.

Auf tajikischer Seite war die Einreise  problemlos und wirwurden sehr freundlich empfangen. Bis zur 60 km entfernten Hauptstadt Dushanbe, ging es erneut auf einer sehr schlechten Straße, durch eine landwirtschaftlich intensiv genutzten Gegend, stetig leicht bergauf. Am späten Nachmittag erreichten wir Dushanbe und fanden auch das Hostel, in dem Peter für uns einen Brief aus Deutschland hinterlegt hatte.
Endlich hatten wir auch unsere Pässe mit den China-Visa ist in den Händen. Für Peter, der uns 10 Tage voraus ist, war es nicht einfach, unsere Post ausfindig zu machen. Denn das Hauptpostamt in Dushanbe, in dem wir postlagernd versenden ließen, wurde abgerissen.
Noch einen Tag Ruhepause, dann werden wir Richtung Pamier aufbrechen.

 

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Usbekistan (Samarkand)

05 August 2013

Nun am 31.08.13, in Samarkand angekomme,suchte ich mir im quasi Altstadtbereich, eine Unterkunft in einem BB-Hotel. Erst einmal galt es, sich auszuruhen und dann die Stadt etwas zu erkunden. Wie schon von Xiva und Buxoro bekannt, sind auch hier große historische Bauwerke und Moscheen zu bewundern.

Nach drei Nächten, zog ich in das B&B Hotel Furkat um.

Eine geräumige, schöne und gepflegte Hotelanlage mit gutem Service. Saubere Zimmer in verschiedenen Preiskategorien, mit Klimaanlage und mit WiFI-Empfang  in der Hotelanlage sind zu erwähnen, die überdachte Dachterasse, über der man einen Rundumblick, bei lauer Luft und kühlen Getränken, auch Bier genießen kann.

Inzwischen ist auch Sebastian, aus  Buxoro, mit dem Zug nachgekommen.

In Samarkant, hatten wir die Gelegenheit, eine alte Synagoge zu besichtigen. Interessant auch, ein riesiger Basar, mit zahlreichen Angeboten von Süssigkeiten, Tabak, Gewürzen, Obst, Gemüse, Käse, Getreide, Nüsse, Trockenfrüchte und was es sonst noch so alles gibt.

Als ich am letzten Tag mein Rad noch überprüfte, stellte ich fest, dass an meinem Hinterrad, eine Speiche gerissen ist. Gut, ich hatte Ersatz und das nötige Wekzeug dabei und das Problem war einigermaßen schnell behoben.
Bei dieser Gelegenheit, wollte ich auch noch zwei gerissene M5-Schrauben am hinteren Gepäckträger erneuern. Doch mir fehlte das nötige Werkzeug.
Der Sohn des Hotels, fuhr mit seinem Rad kurzerhand mit mir durch die Stadt, zum wohl einzigen Fahrradmechaniker hier.
Vladimir SHKIRKO konnte mir in seiner Werkstatt weiterhelfen.

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Die Straßen hier in Zentralasien, fordern doch ihren Tribut an das Material. Nungut, der letzte Tag in Samarkant war gelaufen und nach dem Einkauf für den nächsten Tag, genoss ich noch ein kühles Bier auf der wunderschönen Dachterrasse des Hotels,

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zitadelle Ark

Usbekistan (Buxoro bis Samarkand)

31 Juli 2013

In gut zwei Tagen, habe ich jetzt, von Buxoro aus, die 275 km entfernte Stadt, Samarkand erreicht. In Buxoro, verweilte ich einen Tag länger als ursprünglich geplant. An meinem Fahrrad, ist an meinem vorderen Gepäckträger, die Halteplatte abgebrochen. Eine Fahrradwerkstatt vertröstete mich auf den nächsten Tag. Als er den ausgemachten Termin nicht einhielt, machte ich mich eigenständig auf den Weg und fand bald, in einer Fertigung von Garagentoren, Hilfe. Sofort, wurde meine Platte nach meinen Anweisungen geschweisst und bearbeitet. Und das Alles kostenlos. Gottseidank, hatte ich mir vorher noch bei einem Friseur, einen Sommerschnitt verpassen lassen. Denn bei der Arbeitsweise hier, hätten sich bei mir sonst sämtliche Haare aufgestellt. Sicherheitsvorkehrungen sind hier unbekannt.

Nun, hatte ich noch nachmittags Zeit, die „Zitadelle Ark anzuschauen.“ Ich wurde von Fachleuten, die ich beim Mittagessen kennengelernt habe, zu einer ausgezeichneten Führung eingeladen.

Die gut zweitägige Fahrt, nächsten Tag, ging auf einer nicht besonders guten Asphaltstraße, bis auf etwa 30 km, durch ein landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Ein ausgedehntes System von Bewässerungskanälen, machte es  möglich, Landwirtschaft zu betreiben. Am ersten Tag, hatte ich starken Gegenwind. Es überholten mich Anja und Peter. Peter, hat mit der Sonne Probleme bekommen und sie nutzten daher eine Mitfahrgelegenheit. Ich fuhr bis in die Nacht hinein und übernachtete an einem Lokal im Freien. Der Wirt stellte über Nacht einen verschlossenen Raum für mein Fahrrad zur Verfügung. In der zweiten Nacht, liess ich mich kurz vor Samarkant von einer Familie überreden, bei ihnen zu übernachten. Ein kleines usbekisches Anwesen, zwei Kühe, einige Hühner, einen Hund. Beim gemütlichen Abendessen erfuhr ich, dass sie schon vorher, zwei mal Radreisende zu Gast hatten. Nächsten Tag wurde mir noch ein Frühstück serviert.

In der großen Hitze, tagsüber mit über 40 °, suchte ich am Nachmittag immer schattige Gartenlokale auf, in deren großen Sitz- und Liegeflächen, ich mich nach dem Essen, für einige Stunden ausruhen konnte. Auch nahm ich gerne jede Gelegenheit wahr, sich an einer schattigen Hausbank, zu einer Melone einladen zu lassen.

Nun in Samarkand angekommen, gilt es, trotz der enormen Hitze, doch einige der zahlreichen Sehenswürdigkeiten anzuschauen .