Endlich gutes Essen in Osh

Kirgistan (Osh)

10-09-2013

 eigentlich wollte ich Kirgistan nur als Transitland nutzten, um nach China zu reisen. Doch durch die Strapazen der letzten Woche über den Pamir, änderte ich meinen Plan. Ich lies mein Rad in Sary-Tash stehen packte das nötigste in meinen Rucksack und fuhr mit einem Sammeltaxi zur nächst größeren, 170 km entfernten Stadt Osh.
Dadurch hatte ich die Gelegenheit, etwas mehr von einem interessanten Land kennen zu lernen. Sofort auffallend ist, das in Kirgistan sehr viele Pferde, auch große Herden, anzutreffen sind. Wie überall in Zentralasien, nutzen auch Tiere die Straßen. Irgendwie doch schön anzuschauen, wie die Autofahrer am linken oder rechten Straßenrand, an den Tieren gekonnt vorbeifahren. Bei uns kaum vorstellbar, das Tiere und Herden, ständige Begleiter auf Bundesstraßen oder Autobahnen sind.

Die Dörfer in dem sehr bergigen Land sind schlicht und einfach. Es gibt keine große Auswahl an Lebensmittel und nur das Nötigste zu kaufen.Um so überraschter war ich in Osh. Die Vielfalt, Menge und Frische, der Lebensmittel ist kaum zu übertreffen. Auch alle sonstigen Artikel sind in dem riesigen, auf den ersten Blick unüberschaubarer Basar, zu finden. Auch an hunderten Containern, die täglich aus und eingeräumt werden, werden Waren angepriesen. Die Menge beeindruckt enorm. An den unendlich vielen Sammeltaxis und Bussen, kann man erahnen, das die Leute aus einem großen Umkreis hier einkaufen. Noch zu erwähnen sind ein schöner Vergnügungspark und gute Restaurants. Auch die Hotels sind am westlichen Standards orientiert.

 Die Infrastruktur hinkt dagegen weit hinterher. Überall auf den Gehsteigen, wenn überhaupt vorhanden, lose Platten, Stolperstellen, ungesicherte Löcher und Gräben mit metertiefen Kanten. An Treppen gleicht keine Stufe der Anderen.

 Doch die Leute kommen irgendwie gut mit den Gegebenheiten zurecht. Auch ich habe mich mittlerweile daran gewöhnt. Positiv überrascht hat mich, das hier die Autofahrer die Ampelanlagen und auch die Zebrastreifen exakt beachten.

 Nun wieder gut erholt bin ich neugierig auf China.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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