Archiv für den Monat: Juni 2014

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Rückreise

11.05.2014

In Singapur verbrachten wir dann doch noch ein paar erholsame Tage und wir konnten uns von den Strapazen der letzten Tage  noch einigermaßen erholen. Nun war es soweit, der Tag der Rückreise ist angebrochen. Gemischte Gefühle. Ungute Gefühle. Immer wieder sortierte ich unnötige Sachen aus. Unser Gepäck für die Rückreise war einfach viel zu schwer. Ich konnte noch so oft auf einer  besorgten Waage wiegen, alles Unnötige aussortieren, wir kamen einfach nicht unter die 30 kg  Freigepäck pro Person, inklusiv Fahrrad. Ich  riskierte es dann einfach doch und hoffte, dass die Räder nicht gewogen werden. Mein Rad hatte 18 kg, Monika`s  11 kg, statt den erlaubten 10 kg pro Rad.

Am Abreisetag hatten wir dann genügend Zeit. Der Flug ging erst um 21Uhr20 abends und wir konnten dann in aller Ruhe mit den Rädern zum Flughafen fahren. Kurz vor dem Flughafengelände mussten wir allerdings auf eine Autobahnähnliche Straße. Ohne Zwischenfälle kamen wir bereits um 14 Uhr am Flughafen an und konnten die Räder und unser Gepäck flugtauglich machen. Ich umwickelte Alles mit Stretchfolie, die ich schon Tage vorher in Malaysia gekauft hatte. Um 18 Uhr konnten wir dann einchecken und Gottseidank wurden unsere Räder nicht gewogen sondern wie gehofft, mit 10 kg pro Rad berechnet.

Der Rückflug mit der Qatar AIR war angenehm. Von Singapur ging es ein Stück über Malysia und ich konnte, bereits im Dunkeln, noch die Städte, die wir mittlerweile gut kannten, Patrajaya und Kuala Lumpur, voll erleuchtet erkennen. Faszinierend war auch das Gewitter, das über den Genting Highlands tobte. Die in 3 Sekunden Takt aufleuchtenden Blitze von oben zu beobachten, ist schon phänomenal.

Nach einem achtstündigen Zwischenstopp am Flughafen in Doha ging es dann planmäßig weiter nach München.

Am Nachmittag, in München angekommen, hatten wir dann doch einige Probleme mit der Zeitumstellung von 7 Stunden. Monika musste ich nicht lange überzeugen, die letzten 150 km, mit dem Rad nach Hause zu fahren. Doch mit dem Fahrrad aus den Terminals zu kommen war  nicht ganz einfach. Als wir schon die zweite Runde in den Terminals drehten, dachte ich an die Irrfahrten in Malaysia. Unsere Flughafen-planer sind genau so unfähig, Radfahrer und Fußgänger zu berücksichtigen.

Als ich mein Glück rauszukommen bereits gegen die Fahrtrichtung versuchte, hielt uns ein Flughafenfahrzeug auf und wies mich darauf hin, dass wir verkehrt fahren. Ich antwortete ihm, ich wüsste das, aber nach meinen 2 Runden hier habe ich immer noch keinen Fahrradweg gefunden. Ich bat in höflich, mir bitte zu sagen, wie man mit den Fahrrädern,  ohne auf den nur für Autos zugelassen Straßen fahren zu müssen, herauskommen kann.

Er wurde sehr kleinlaut und musste eingestehen, mit dem Rad geht das nicht. Ich solle dann doch die nächste Straße, ein Stück gegen die Fahrtrichtung über einer Brücke fahren, dann müsste ein Radweg kommen. Ob dieser mich aber auf meine Richtung führt, konnte er nicht sicher sagen. Weit abseits vom Flughafen, fanden wir dann doch noch sehr gute Fahrradwege. Obwohl wir schönes Wetter hatten, war es mit den gewohnten extrem hohen Temperaturen nun vorbei. Wir übernachteten noch in Landshut und stellten fest, statt hohen Temperaturen gibt es hier hohe Preise.

Am 5.5.2014, bin ich  nach 14 Monaten und 20 567km, die ich durch 20 Länder auf dem Fahrrad zurückgelegt habe, wieder heil und ohne größere Probleme zu Hause angekommen. Ebenso Monika, die mich von Vietnam aus, mit 7000 km auf dem Fahrrad, bei teils brüllender Hitze, tapfer bis nach Hause begleitete.

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