Archiv für den Autor: Ludwig Jakob

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Mekong Delta (Vietnam)

14-01-14 Mekong Delta (Vietnam)
Nach Saigon, kamen wir bald in das Gebiet des Mekong Deltas. Die mit Da Lat, wohl schönste Gegend Vietnam’s. Das weit verzweigte Fluß- und Kanalsystem beeindruckte uns enorm. Die vielen Brücken, Fähren, Stege und Häuser an den Kanälen sind schön anzusehen. Die Boote können direkt zu den Häusern fahren und be- und entladen werden. Riesige leuchtend, grüne und gepflegte Reisfelder zwischen den Kanälen sind immer wieder schön anzusehen. Unser Weg führte uns durch nette Dörfer entlang der Kanäle, an denen viele tropische Pflanzen wachsen. Die Häuser und Hütten sind durch die Vielfalt der tropischen Pflanzen kaum zu sehen. Der Verkehr hier im Delta hielt sich in Grenzen und wir konnten uns von dem Verkehrsstress in Saigon nun wieder gut erholen.
Nach unzähligen Brücken und vielen Fährübergängen erreichten wir die Küste im Süden Vietnam’s. Das warme Wasser lädt allerdings nicht zum Baden ein.

Die Müllentsorungsunternehmen, falls es überhaupt in Vietnam welche gibt, so scheint es, entsorgen den Müll im Meer.
Bei Ha Tien setzten wir mit einem Schnellboot zur Insel Phu Quoc über.

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Saigon (Ho Chi Minh City)

13.01.2014 Saigon (Ho Chi Minh City)
14 Tage verbrachten wir in Saigon. Eine interessante Stadt und voller Gegensätze. Das Verkehrsaufkommen hier ist enorm. Millionen Roller beherrschen die Straßen und verursachen auch, eine sehr schlechte Luft. Zudem ist es enorm heiß und man traut sich kaum richtig durch zu atmen. Ich brachte hier mein Fahrrad wieder in Ordnung und ließ eine neue Nabe einbauen. Zusätzlich ließ ich mein Visa um 30 Tage verlängern. In einem Radgeschäft lernte ich Hajo, Bernd und später auch Holger kennen. Sie arbeiten und leben hier seit Jahren in Saigon.
Wir feierten zusammen Silvester und lernten noch Bekannte von Hajo, Bernd und Holger kennen. Nochmals besten Dank an alle, die es uns doch ermöglichten, auf sehr kurze Zeit, viel über Saigon und Vietnam zu erfahren.
Hier in Saigon fielen uns besondes die extremen Gegensätze auf. Viele schlafen auf ihren Rollern, oder in ihren Läden. Wiederum sind hier sehr teuere Hotel’s und Wohnungen. Sehr günstig sind Bekleidung, Schuhe und Dienstleistungen (Friseur, Taxi und Reparaturarbeiten).
Problematisch für uns waren die Klimaanlagen in den Lokalen und Geschäften. Sie waren meistens auf volle Leistung eingestellt. Wir schwitzen und froren und hatten uns schnell eine Erkältung geholt. Die schlechte, diesige Luft, warme Temperaturen nachts, und tagsüber weit über 30°, machten uns sehr zu schaffen. Mittlerweile haben wir Saigon verlassen und befinden uns im Mekong Delta.

und nochmal Kaffee

Da Lat (Vietnam)

25-12-2013 Da Lat (Vietnam)
nun endlich wieder in die Berge, von Nha Trang an der Küste fuhren wir erst einmal etwa 50 km durch dicht besiedeltes Gebiet. Entlang der Straße, bis es dann erstaunlicherweise bei sehr wenig Verkehr und sehr guter Straße, stetig bergauf ging. Eine tolle Landschaft, die Berge bis zu den Gipfeln grün bewaldet und immer wieder bei schönem Wetter eine gigantische Sicht in die Täler und teilweise zur Küste. In dem sehr dünn besiedelten Gebiet mussten wir allerdings auf unser Stoffhotel zurückgreifen. Bei 600 m Höhe fanden wir einen schönen Platz mit toller Aussicht.
Nächsten Tag, nahmen wir uns die restlichen Höhenmeter bis auf 1600 Meter vor und standen zeitig auf, um diesen Tag noch bis Da Lat zu kommen. Oben am Pass staunten Radtouristen nicht schlecht, wie wir mit dem ganzen Gepäck bergauf radelten. Sie nämlich fahren die 1600 Höhenmeter nur nach unten und lassen sich dann wieder bergauf fahren.
Bis nach Da Lat, dass auf 1500 Meter liegt, ging es ständig bergauf und bergab und es wurde finster bis wir in der Stadt ankamen. Die Stadt war umringt von einem Lichtermeer der weit verstreuten Gewächshäuser. Hier werden im großem Stil Gemüse, Salat, Kräuter und Obst angebaut.
Der Einfluss der französischen Kolonisten ist bis heute in der Stadt noch deutlich zu erkennen. Nach drei Tagen Erholung in der durchaus sehenswerten Stadt, fuhren wir Richtung Saigon weiter.
Diese Straße war allerdings in einem sehr schlechten Zustand und stark befahren. Dafür wurden wir allerdings durch die tolle Landschaft und das riesige, einmalige Kaffeeanbaugebiet, durch das wir zwei Tage radelten, belohnt.
Die Zubringerstraße nach Saigon in das Zentrum, war für uns eine erneute besondere Herausforderung. Den dichten und chaotischen Verkehr bis zum Zentrum, um ein vielfaches größer als in Hanoi, kann man nur schlecht beschreiben. Dieses muß man einfach gesehen haben.

Der Strand in Nha Trang

Nha Trang (Vietnam)

19-12-2013 Nha Trang (Vietnam)
In der Stadt angekommen, merkt man bald, hier ist vieles auf den Tourismus ausgerichtet. Entlang des mehreren Kilometer langen Sandstrandes sind zahllose Hotels in allen Kategorien zu finden. Auch in den vielen Shop’s und Restaurants ist alles auf denTourismus abgestimmt.
Hier was zu kaufen, ohne hartnäckig zu Handeln, zahlt man durchaus bei manchen Waren das Doppelte. Auch muß man hier besonders aufpassen, nicht abgezockt zu werden und auf seine Wertsachen aufpassen. Monika’s Handy kam hier abhanden und mir wollten sie nicht erbrachte Hotelleisungen berechnen.
Schlendert man auf den lebhaften Straßen und dem Strand, trifft man, obwohl außer der Saison, hier in Vietnam auf die meisten ausländischen Touristen.
Auch wir haben das sehr warme Meerwasser genossen. Nur Monika hatte Bedenken, die hohen Wellen könten sie verschlucken.
Sehenswert waren die Long Son Pagoda, die Nha Trang Cathetral und die Cham Po Nagar Tower.
Einen Tag gönnten wir uns einen Badetag im Thap Ba Hot Spring Center.
Gut erholt geht es nun in die Berge, nach Da Lat, dass auf 1500 m liegt.

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Vietnam (Zentral-Vietnam)

12-12-2013 Zentral-Vietnam
Mittlerweile in Zentral-Vietnam, steigen die Temperaturen, trotz Winter, hier tagsüber über 30°. So oft es ging, mieden wir die Nationalstraße und fuhren Nebenstraßen, meist an der Küste. Immer wieder treffen wir auf leere Sandstrände. Den Hai-Van- oder Wolken-Pass der die natürliche Grenze und Wetterscheide zwischen Nord- und Süd-Vietnam bildet, mussten wir auf der Nationalstraße überqueren. Er ist ca. 20 km lang, erreicht 496 Meter Höhe und führt über den Ausläufer der Truong-Son-Berge, der bis zum Meer reicht. Vom höchsten Punkt bietet sich ein Panoramablick über den Ozean. Bergauf hatte es uns zweimal abgeregnet und die Sicht war nur anfangs, bei Sonnenschein, sehr gut.
Nach Längerem, hatte ich nun wieder ein Problem mit dem Rad. Das hintere Radlager machte laute Knackgeräusche. Rechtzeitig konnte ich es noch in einer Werkstatt, mit primitiven Werkzeug zerlegen, fetten und neu einstellen.
Die Temperaturen werden nun täglich höher, die Landschaft grüner und von Weihnachten keine Spur. Nur in den Städten hört man aus manchen Läden, Jingle Bell’s.
Schöne Gärten, Häuser und idyllische Wege, gesäumt von Palmen, findet man abseits der Hauptstraßen entlang am Meer, in den zahlreichen Dörfern. Eine Unzahl von prunkvollen Gebetsstätten und Gräbern in den Dünen, sind hier zu bewundern.
Obwohl man auf den Nebenstraßen von den LKW’s und Bussen seine Ruhe hat, tönt es aus jeder Ecke „Hallo“. Das viele Zurufen von Jung und Alt, kann mit der Zeit ganz schön nervig sein. Obwohl entlang der Straßen immer wieder Hotel’s sind, mußten wir einmal in den Dünen auf unser Zelt zurückgreifen.

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Vietnam (Hanoi Nord-Vietnam)

30.11.2013 Vietnam (Hanoi, Nordvietnam)
In Vietnam angekommen, fielen sofort die sehr schmalen Landstraßen auf. Erst einmal ging es bis 80 km vor Hanoi sehr hügelig weiter. Auf der Straße werden oft Ananas zum Verkauf angeboten. Sehr viele kleine Betriebe, die Funierholz verarbeiteten, trockneten ihre Funierplatten entlang der Straße. Im Gegensatz zu China schreien die Leute und Kinder aus allen Ecken mit lächelndem Gesicht, Hallo. So gut und langsam die vielen Motorroller hier fahren, umso rücksichtsloser und schlecht, fahren viele LKW’s und Busse. Man fragt sich, warum an und für sich, die sehr netten und freundlichen Vietnamesen, hinter ihren großen Fahrzeugen, sich wie hirnlose Raudis benehmen. Mit ständigem, ohrenbetäubendem Hupen, weit über der Schmerzgrenze, rasen sie rücksichtslos über die Landstraßen, Ortschaften und Städte. Auch Innerort’s und nachts, wird ücksichtslos gehupt.
Erst einmal in Hanoi angekommen, ist man einem Heer von Rollerfahrern ausgesetzt. Bald stellt man fest, die fahren alle recht gut. Allerdings ist es ratsam, unsere Verkersregeln hier schnell zu vergessen und sich an die Fahrweise hier anzupassen. Sonst hat man keine Chance auf die andere Straßenseite zu kommen. Hier in Hanoi, traf ich wieder Sebastian Engel, mit dem ich lange Zeit gemeinsam unterwegs war. Ich wartete hier noch auf meine Freundin Monika, die mich in Vietnam mit dem Rad begleiten möchte. Sie und meinen Freund Werner, holte ich vom 30km entfernten Flughafen ab.
Monika, hatte mit ihrem Visa bei der Passkontrolle ein Problem. Ihr 3-monatiges Touristenvisa, dass es eigentlich nicht gibt, wollten sie nicht akzeptieren. Um die Angelegenheit in Ordnung zu bringen, werteten sie das Visa auf und stellten ein kostenloses dreimonatiges Arbeitsvisa aus.
Wir blieben noch drei Tage in Hanoi und ich stellte fest, meine ruhige Zeit ist vorbei. Unser nächstes Ziel ist nun die Halongbucht. Sebastian, begleitete uns die ersten Tage. Werner hingegen begann gleich am nächsten Tag seine Tour. Er will in drei Wochen etliche Kilometer fahren.
Seit ich in Vietnam bin, ist meist der Himmel bewölkt. Auch fallen ab und zu am Tag etwa eine Stunde, einige Tropfen.
Die Temperaturen, gehen nachts kaum unter 20° und tagsüber steigen sie auf etwa 25°. Ausser die Sonne läst sich blicken, erreicht man schnell Temperaturen über 30°.
Die Halongbucht, eine Touristenattraktion, sahen wir nur bei diesigem Wetter. Wegen des Wetters machten wir auch keine Bootsfahrt durch die steilen, zahlreichen kleinen Inseln.
Wir besichtigen hingegen, zwei Tage später , die weiter südlich gelegene „Trockene Halongbucht“.
Das Wetter spielte voll mit und wir fuhren mit einem geliehenen Motorroller zwischen den zahlreichen grün bewachsenen Bergen, umringt von Seen. Bei vielen Sehenswürdigkeiten machten wir tolle Fotos.
Sebastian will nun schneller vorankommen und auch nicht wie wir, weiter in den Süden fahren. Vielleicht trifft man sich in Hue noch mal.
Wir hingegen tingeln etwas langsamer, teils an der Küste an zahlreichen leeren Sandstränden vorbei, südwärts. In den Touristenorten ist momentan gähnende Leere. Es ist hier Winter und doch sind die Temperaturen recht angenehm und bewegen sich Tag und Nacht zwischen 18 bis 20°.

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China -Vietnam (von Kunming nach Vietnam)

09.11.2013 China-Vietnam
Nach etlichen Regentagen in Kunming und vergeblicher Suche nach einem Paket aus Deutschland für Sebastian Engel, startete ich ausgeruht Richtung Vietnam.
Ich hatte genügend Zeit bis zum Visa beginn in Vietnam und wählte daher eine Rute in den Bergen, abseits der Hauptstraßen.
Ich hatte ein Traum Wetter, bei bester Fernsicht und angenehmen Temperaturen. Das Wetter blieb so bis nach Vietnam.
Den zweiten Tag ging es dann so richtig in die Berge. Die ganzen Tage hatte ich Gegenwind, das Bilderbuchwetter mit der traumhaften Kulisse von Seen, Berge und Täler machte dieses aber wieder wett.
Die gefahrene Strecke kann man nur weiter empfehlen und ist bis jetzt die schönste Etappe auf meiner Reise gewesen. Das Verkehrs aufkommen war gering und vor allem das lästige Hupen war auf die Städte beschränkt. Obwohl bereits November deuteten nur die dürren Maisfelder, die bereits abgeerntet werden, auf den Herbst hin. Ansonsten ist alles üppig grün und die Temperaturen erreichen bei 2000 m Höhe tagsüber doch über 25°.
Die Preise in der ländlichen Gegend sind für uns extrem günstig. Für umgerechnet 1-2 Euro; bekommt man ein Mittagessen mit Getränke. Eine Hotelübernachtung kostet zwischen 5 und 7 Euro;.
Der Grenzübertritt verlief Problemlos. Hilfsbereite und freundliche chinesische Beamte führten mich an der für Radfahrer ungünstigen Gepäckkontrollen vorbei. Auch auf der vietnamesischen Seite ging es genau so schnell. Die übliche Passkontrolle und fertig.
Durch die schnelle Abfertigung hatte ich nun genügend Zeit, mich in der Grenzstadt lao Câi umzusehen. Ich tauschte meine restlichen CNY in Dong um und suchte mir noch einen Geldautomaten. Auch nach einer Internetkarte für mein Tablet, wurde ich fündig.
Dann startete ich noch am gleichen Tag meine Tour Richtung Hanoi und sammelte meine ersten Eindrücke von Vietnam.

Kunming

China (Kunming)

19-10-2013   Kunming

Nun ging es wie geplant, mit dem zusätzlichen Visa, von Lasan aus, Richtung Kunming weiter. Ich hatte Glück, denn mein Visa endete erst nach den Nationalfeiertagen und ich konnte es daher rechtzeitig verlängern. Sebastian, Anja und Peter, die zwei Tage vor mir in China einreisten hatten Pech. Wegen des Chinesischen Nationalfeiertages hatten alle Behörden gleich eine Woche geschlossen. Sie standen  mehrere Tage vor Ablauf der Visa vor verschlossenen Türen und hatten keine Chance, diese rechtzeitig zu verlängern. Sie mussten daraufhin, nach Verhör und Strafe, China innerhalb 10 Tage verlassen.

Mein Weg führte von Lashan aus über die Straße G213 durch eine interessante Landschaft. Sie schlängelte sich durch Täler die Berge hinauf, die steil, spitz und bis zu den Gipfeln grün bewaldet sind. Immer wieder interessant, die kleinen Bauernhöfe und Bergdörfer in denen ich gerne Verpflegung kaufte. Jeder freie, nutzbare Quadratmeter wird landwirtschaftlich genutzt. Es ist hier schwierig zwei Quadratmeter ebene, nicht genutzte Fläche, für das Zelt zu finden.

 Die ersten Tage hatte ich schönes Wetter, allerdings die hohe Luftfeuchtigkeit trübte die Sicht. Mehrere Pässe waren zu bewältigen und die hohen Temperaturen brachten mich ins Schwitzen. Wegen der zunehmend schlechter werdender Straße, änderte ich die Richtung und fuhr wieder auf eine Asphaltstraße. Die kleinen Städte sind wegen der engen Schluchten, oft halb auf Stelzen, in die Flüsse gebaut.

Erdrutsche zwangen mich, ein Stück auf die Autobahn auszuweichen. Das Wetter wurde Tag für Tag schlechter, kälter und es began schließlich zu regnen. Wegen des nassen Zeltes vom Vortag, entschloss ich mich, etwas früher Schluss zu machen um das Zelt zu trocknen. Die Stelle war von der Straße einzusehen und prompt kam die Polizei mit Blaulicht und Sirene angefahren.

Von den  Polizisten, konnte einer etwas Englisch und er forderte mich auf, den Platz zu verlassen und in ein Hotel zu gehen. Und zwar sofort. Sie warteten bis ich alles zusammen gepackt hatte und halfen mir das Gepäck zur Straße zu bringen. Allerdings wollten sie, da es schon spät und noch ein Berg zu bewältigen war, mich zur nächsten Stadt fahren. Sie luden mein Gepäck in das Polizeiauto. Mein Fahrrad hatte allerdings nicht Platz und sie forderten daher ein zweites Auto an.
Ich protestierte und sagte ich kann die Strecke selber fahren. Als wir auf das zweite Auto warteten, da kamen Wej und Joakim zwei Radreisende aus Schweden an und fragten, ob ich ein Problem habe. Ich sagte nein und sie begriffen schnell, dass die Polizei auch sie nicht mehr weiterfahren lassen wollte. Sie sagten, sie schaffen das noch und fuhren sofort wieder weiter. Ich witterte meine Chance und machte dem Chef energisch klar, dass auch ich in der Lage bin, diese Strecke heute noch zu schaffen und  ich jetzt fahren würde, und zwar sofort. Er gab dann notgedrungen sein ok und alle halfen mir, die Taschen am Rad zu befestigen. Sie wünschten mir noch eine gute Fahrt und liesen mich ziehen. Nach einem Kilometer hatte ich die beiden eingeholt, die im Februar aus Schweden gestartet sind und nach Thailand wollen. Die folgenden Tage bis nach Kunming fuhren wir gemeinsam. Das Wetter blieb schlecht und wir nutzen die Gelegenheit die Räder wieder etwas zu warten. Wej und Joakim fahren dann über Laos weiter und ich, sobald das Wetter sich bessert, nach Vietnam. Das Visum habe ich inzwischen in Kunming erhalten.

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China (Leshan)

10-10-2013   Leshan
Der Große Buddha, ist wohl die beeindruckendste Sehenswürdigkeit, von Leshan. Am Zusammenfluss der drei Flüsse Min Jiang, Dadu und Qingyi befindet er sich. Der durch buddhistische Mönche aus dem Fels gehauen wurde.

Der Hauptgrund, warum ich nach Lashan fuhr, war die Verlängerung meines China-Visa.
Der Hotelmanager vom Ane Chain Hotel – Le Shan Branch, ein günstiges und sehr gepflegtes Hotel, bot sich an, mir behilflich zu sein und mit mir, zur 500m entfernten zuständigen PSB zu gehen. Die Anmeldung in dem modernen Polizeirevier ging schnell und problemlos. Den Visaantrag ausgefüllt, den Reiseplan kurz mit der Fahrradreise durch China begründet, ein Passbild aufgeklebt und 160 YUAN bezahlt. Ich musste weder eine Registrierung, noch einen Nachweis über ausreichende Geldmittel vorlegen. Nach 15 Minuten war alles erledigt und am nächsten Morgen konnte ich mein Visa abholen, dass nun zusätzlich um 30 Tage verlängert wurde.
Morgen geht es nun weiter Richtung Kunming.

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China (Chengdu)

09-10-2013 Chengdu

Ein paar Eindrücke in Bildern von Chengdu, wo wir direkt im Zentrum, in einer Wohnung untergebracht waren. Nach fast vier Wochen mit Hamida und Sebastian, setze ich nun meine Radreise alleine fort und es heißt Abschied nehmen.

Ein blinder Passagier,  der sie nun auf ihrer Reise begleitet, bringt ihre Planung doch erheblich durcheinander. Schweren Herzens zerlegte Sebastian das Tandem und verpackte es sorgfältig für den Heimtransport durch eine Spedition. Um Hamida zu schonen, änderten sie ihren Reiseplan und reisen nun per Flugzeug, Bus und Bahn, weiter.

Den Weg nach Lashan fuhr ich größtenteils über abgelegene Straßen, durch eine fast tropisch wirkende Landschaft. Riesige Bambusstauden zieren die Wegränder. Geerntet werden momentan Mandarinen, Erdnüsse und jede Menge Gemüse. In den Dörfern ist immer ein lebhaftes Treiben zu beobachten. Das Wetter ist feucht und diesig. Es hat angenehme Temperaturen über Nacht mit fast 20°, die allerdings am Tag auf schwüle 30° ansteigen.