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Reisebeginn 6.03.2013 nach Asien mit dem Rad

07. März 2013 de

Nach langer Vorbereitungszeit beginnt nun die Reise Richtung Asien.
Die bittere Wahrheit, Gepäck mit Fahrrad, ohne meine 75 kg, brachten 59 kg auf die Waage. Der noch kurzerhand am Vortag von meinen Sohn gefertigte, stabilere Edelstahl-Gepäckträger dürfte das wohl aushalten.

am 06.03.2013, die Wohnung wird nur halbwegs gereinigt, die elektronischen Geräte stillgelegt. Bevor mir noch weiter unerledigte Dinge einfallen, letzte Anweisungen an meinen Sohn, Bruder und die Eltern erteilt. Mittlerweile schon 17 Uhr, endlich ging es los.
Am nächsten Morgen, nach der ersten Etappe Vilshofen, verabschiedete ich mich noch von der Freundin, von Rudi und Finne, und begann nun so richtig die Tour.
Die Winterpause, der Bayerische Wald haben es in sich. Bei strahlend blauem Himmel, schweißgebadet, bergauf, bei sehr kalter Luft dann bergab war es viel zu kalt.
Immerhin, schaffte ich nach einer kurzen Pause bei einer früheren Kundschaft, der Familie Fesl (Bäckerei in Sonnen), dennoch diesen Tag 80 km bis Haidmühle.

Die Sorgen über meine Technik, ein Siliziumakku mit Ladevorrichtung über Nabendynamo und Solarzelle, konnte ich inzwischen auch entkräften. Meine Beleuchtung funktionierte den ersten Tag nicht. Der starke Sonnenschein, brachte die Schutzschaltung des Akkus zur Abschaltung. Durch Abklemmen der Solarzelle konnte ich das Problem jedoch lösen.

08.03.2013
Übernachtet im Haus Mirasat, setze ich die Fahrt bei herrlichem Sonnenschein Richtung
Tschechien, über Stozec, Moldau Stausee nach Krumlov fort.
Dort will ich mich mit Sebastian, der auch das Ziel Asien hat, treffen.
Nach Umkehr von einer missglückten Abkürzung, die auf 1000 Höhenmeter nicht mehr von den Schneemassen geräumt war, erreichte ich Stozec.
Von hier begann ein wunderschöner Radweg, kein Verkehr, flach zum Moldau-Stausee.
Nur, um diese Zeit ist die Straße zwar geräumt, aber nicht gestreut.
Es blieb nichts anderes übrig, das Gefährt die halbe Strecke, kilometerweit auf reinen Eisplatten zu schieben.
Nach dem zugefrorenen Stausee und optimalen Straßen, tauchte bei den ersten Hügeln erneut ein Problem auf. Die erste Kette, fasst neu, wurde unbrauchbar.
Sie sprang bergauf ständig über, ein Glied hatte sich trotz reichlich Öl, festgesetzt.
Das Wetter wurde schlagartig schlechter. Hochnebel zog auf und kurz vor Krumlov quartierte ich mich am späten Nachmittag in einem Gasthof, nach 40 km anstrengender Strecke, ein.
Die zuvor am Automaten gezogenen 1000,- Kronen, reichten gerade für zwei Übernachtungen mit Frühstück, im voraus bezahlt, und für ein Essen.
Ich hatte keine Ahnung wie viel das in € sind. Erst nächsten Tag am Geldautomaten, lies ich den Wechselkurs ausdrucken. Die 1000,- Kronen machten gerade mal 40,77 € aus.
Bei leichten Nieselregen besichtige ich nun die nächsten 2 Tage die wunderbare und alte Stadt Krumlov, mit den zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Sehr sehenswert, dass imponierende Schloss. Nicht umsonst ist die Stadt Krumlov als Weltkulturerbe eingetragen.
Das nächste Ziel ist nach dem Treffen mit Sebastian, meinem neuen Reisepartner, die Stadt Wien.
Einige Eindücke in Bildern .